Gründe, warum Babys weinen

Ich finde es immer wieder interessant zu sehen, wenn frischgebackenen Eltern in den ersten Tagen, wenn das Baby da ist, ganz stolz berichten, wie brav es denn ist und dass es fast überhaupt nicht schreit oder weint.

Das ändert sich jedoch nach einigen Tagen und dann fühlen sie sich oft hilflos und wissen oft nicht, wie sie dieses Weinen definieren sollen: „Hat es Hunger?“, „Ist es krank?“, „Ist ihm zu kalt?“…. man glaubt es kaum, aber mit der Zeit lernt man als Elternteil, das Weinen seinen Babys zu deuten und man kann dann leichter damit umgehen.

Zu aller erst ist es für junge Eltern interessant zu wissen, dass Babys mit dem Schrei-Reflex geboren werden. Während sie das Lächeln und Lachen, was für soziale Interaktionen wichtig ist, erst mit der Zeit lernen, gehört das Schreinen und Weinen zu einer lebensnotwendigen Reaktion mit dem Zweck, dass jemand im Notfall dem Baby zur Hilfe kommt.

Zu Beginn weinen Babys hauptsächlich, weil sie hungrig sind und das Schreien, bzw. Weinen die einzige Möglichkeit ist, auf sich Aufmerksam zu machen. Doch auch das heißt nicht, dass das Baby, nachdem es gefüttert wurde, aufhören muss zu weinen / schreien. Vielleicht ist es jetzt zwar nicht mehr hungrig, aber die Windel zwickt, ihm ist kalt / warm oder die Kleidung sitzt zu eng.

Babys rebellieren sehr schnell, wenn sie es nicht bequem genug haben. Oft glaubt man, dass ein solch kleines Geschöpf diese „Kleinigkeiten“ gar nicht mitbekommt, doch da täuschen wir uns. Oft wirkt ein kurzer Blick in die Windel oft Wunder, denn obwohl es Babys gibt, denen eine volle Windel anscheinend nichts ausmacht, gibt es andererseits Babys, die dieses Gefühl überhaupt nicht ertragen, da sie vielleicht eine empfindliche Haut haben o. Ä. Gleichzeitig kann man beim Windelwechsel prüfen, ob die Windel nicht zu eng sitzt, der Body nicht zu einschneidet oder das Etikett vom Strampler kratzt.

Viele Mütter haben zu Beginn oft das Problem, dass sie nicht genau wissen, wie viel sie dem Baby anziehen sollen und machen oft den Fehler, zu wenig oder auch zu viel anzuziehen. Man kann sich in etwa an die Faustregel halten: Zieh´ nie mehr oder weniger an, als du selber anhast, bzw. maximal eine dünne Schicht mehr, als du selbst anhast.

Babys weinen aber auch, weil sie einfach die Nähe spüren wollen, Zuspruch und Liebe. Ich bin der Meinung, dass jedes Elternteil das Baby so lange auf dem Arm tragen sollte, wie es glaubt, dass es dem Baby gut tut. Vergesst einfach auf das Gerede der Anderen von wegen: „Du gewöhnst es noch daran nur getragen zu werden und dann hast du das Problem.“ Die Zeit vergeht so schnell und die Kleinen werden so schnell groß, dass sie nach einiger Zeit gar nicht mehr getragen werden wollen. Abgesehen davon müssen die Eltern dann ohnehin selbst damit zurechtkommen.

Woran viele Eltern auch nicht denken ist die Tatsache, dass ein Baby sehr wohl von zu viel Reizen überschüttet werden kann und dann einfach durch das Weinen zum Ausdruck bringt, dass es ihm jetzt reicht und einfach seine Ruhe braucht. Das kommt oft nach häufigen Besuchen vor, wenn zu viele Geräusche auf das Baby einwirken und es möglicherweise von einem Verwandten zum nächsten gereicht wurde. Dann hilft es meistens, das Baby an einen ruhigen Ort zu bringen und die Reize langsam auszuschalten. Es wird sich dann womöglich noch eine Weile ausweinen und dann erschöpft einschlafen.

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