Mein Kind will nicht schlafen

Um für den nächsten Tag Energie zu tanken, ist sowohl für die Eltern als auch für das Kind ein erholsamer Schlaf eine der Grundvoraussetzungen. Es ist wirklich kein Ammenmärchen, dass Kinder im Schlaf wachsen: Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass in der Nacht mehr Wachstumshormone freigesetzt werden als tagsüber. Auch kommt es letztlich den Eltern zugute, wenn das Kind ausgeruht, fröhlich und ausgeglichen ist.

Deshalb darf man es Eltern, die beinahe erpicht darauf sind, dass das Kleine seinen (Mittags)Schlaf bekommt, auch nicht Übel nehmen, denn sie sind es letztendlich, die mit einem reizbaren, oft aggressiven und unzufriedenem Kind auskommen müssen.

Leider kann man keinen genauen Richtwert nennen, wie viel oder wie oft ein Kind schlafen soll / muss. Neugeborene brauchen logischerweise mehr Schlaf als etwa Kleinkinder. In der Regel entwickelt sich das Baby so ab dem 3. Lebensmonat zum Nachtschläfer, es bekommt also seinen Schlafrhythmus, wodurch sich auch der Rhythmus der Eltern wieder einigermaßen normalisieren kann. Ab dem sechsten Monat schlafen Babys etwa 13 bis 14 Stunden (von 24 Stunden wohlgemerkt).

Spätestens mit einem Jahr haben die meisten Kleinkinder dann eine durchgehende Schlafperiode in der Nacht und eine kürzere Schlafperiode am Morgen und am Nachmittag (Gesamtschlaf etwa 12-14 Stunden). Wichtig für „frische“ Eltern ist, dass die lediglich Richtwerte sind, die je nach Kind variieren können (und wahrscheinlich auch werden).

Wenn das Kind nicht schlafen will, kann es diverse Gründe haben:

In erster Linie sollte man sicher sein, dass das Kind gesund ist, also keine Schmerzen hat, die es vom Einschlafen abhält. Auch sollte es nicht mit frisch angegessenem Magen ins Bett gehen. Also darauf achten, dass die letzte Mahlzeit mindestens eine halbe Stunde zurückliegt (denn auch wir gehen nicht gerne mit vollem Magen ins Bett, oder?).

Oft spielt auch eine frische Windel eine tragende Rolle, ob ihr Kind nun gerne schlafen geht, selbst wenn es vor einer Stunde gewickelt wurde und es „nur ein bisschen drin is´“…. Durst in der Nacht oder vor dem Einschlafen wird auch oft unterschätz, da man oft denkt, dass es ja ohnehin die Milch bekommt. Ein wenig Tee oder Wasser wirkt oft Wunder.

Ich kenne Familien, die, wenn das Kind trotz alle dem nicht schlafen wollte, es einfach in den Kinderwagen oder in die Wippe gelegt haben und es dann durch das Schaukeln eingeschlafen ist. In Extremfällen setzten sich die Eltern ins Auto und fuhren mit den Kind eine Runde um den Häuserblock, um es zu beruhigen und es zum Schlafen zu bringen.

All das sind Möglichkeiten, die man ausprobieren kann, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen…..wir dürfen nicht vergessen, dass ein jedes Kind seinen eigenen Willen und Bedürfnisse hat und dass (beinahe) alles erlaubt ist, um diese zufriedenzustellen.

Wenn Ihr Kind wieder einmal nicht einschlafen will, denken Sie sich einfach: „Wir sind nicht die einzigen, die die x-te Nacht nicht durchschlafen…..und es vergeht….“

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