Schlafprobleme Kleinkind

Ich glaube allen jungen und frischen Eltern ist das Problem bekannt: Das schreiende Baby lässt sich erst auf der schleudernden Waschmaschine oder neben einem eingeschaltetem Föhn zur Ruhe bringen. Es verlangt plötzlich mitten in der Nacht noch eine Runde Unterhaltung, was zu trinken, Streicheleinheiten oder Ähnliches…keine Angst: das ist normal!

Doch bevor Sie sich überlegen, etwas zu ändern, sollten Sie sich fragen, was Sie ändern wollen und warum. Was erwarten Sie sich von Schlafverhalten Ihres Kindes?

Nur weil die Schwiegermutter, die Oma oder eine andere Person, die zu wissen glaubt, worüber sie spricht, sie bei Ihrem Schlafritual mit IHREM EIGENEN Kind kritisiert, sollten Sie das bitte nicht als Anlass sehen, das zu ändern, obwohl Sie selbst vielleicht damit ganz gut zurecht kommen. Selbst wenn jedes Baby aus dem Freundes- und Verwandtenkreis längst problemlos schläft, einschläft oder durchschläft….das heißt noch lange nicht, dass Sie etwas falsch machen.

Auch Kleinkinder haben das Recht darauf, Schlafprobleme zu haben. Ändern sollten Sie erst dann etwas, wenn Sie selbst sehr müde und erschöpft sind, wenn schon das Eheleben leidet oder wenn Sie unzufrieden sind. Sind Sie jedoch mit der Situation zufrieden, so wie sie ist, sprich das gemeinsame Kuscheln im Elternbett entspannt Sie oder Sie beschäftigen sich abends gern noch etwas länger mit dem Kind, dann lassen Sie alles wie es ist und auch die Anderen reden, denn umso zufriedener Sie selbst sind, umso zufriedener ist auch ihr Kind.

Grundsätzlich soll gesagt sein, dass nicht jede „Schlafmethode“ für jedes Kind und alle Eltern gleichermaßen geeignet ist. Wichtig ist ausschließlich, dass Sie das Gefühl haben, die gewählte Methode hilft meinem Kind beim Einschlafen und ich handle nicht gegen meine Instinkte und mein Bauchgefühl. Wohl fühlen und überzeugt sein, das Richtige zu tun – das ist das einzig wichtige. Man darf auch die Gefühle Ihres Kindes nicht vergessen.

Mir selbst passiert oft, dass ich von meiner älteren Tochter (sie wird im Juli drei) zu viel verlange, sprich ich vergleiche sie mit der Kleinen (15 Monate) und somit erscheint mir die Große schon als groß…doch Gott sei Dank zeigen einem die Kinder sehr gut, dass man zu weit geht und dass man einen Gang zurückschalten soll, da man nun die Grenze erreicht hat.

Mit Kindern lernt man jeden Tag aufs Neue und man entwickelt sich mit…und das ist auch gut so…

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