Baby essen

Im Grunde genommen gibt es keine festen Regeln, zu welcher Tages- bzw. Uhrzeit oder mit welchem Obst oder Gemüse Sie mit dem Zufüttern ihres Babys beginnen sollen.Baby essen

Hier lediglich einige Ratschläge, die Ihnen den Einstieg erleichtern sollten:

    1. Babys wissen sehr wohl, wenn sie satt sind oder erst gar nicht hungrig. Zwingen oder überreden Sie ihr Kind also nicht, eine bestimmte Menge aufzuessen oder überhaupt zu essen, wenn es eindeutig den Kopf wegdreht, das Essen herausschiebt oder den Mund nicht mehr aufmacht. Obwohl Ihr Kind schon über 6 Monate oder schon älter ist und trotzdem noch nichts außer Milch möchte, ist dies kein Grund zur Besorgnis. Einige kommen früher, andere später auf den Geschmack.
    2. Beikost – wie der Begriff selbst schon sagt – wird zusätzlich zur Milchnahrung beigefüttert. Bitte versuchen Sie nicht, durch Beikost schnellstmöglich Milchmahlzeiten zu ersetzen, denn der Sinn von Beikost ist, dem Kind zusätzliche Energie zuzuführen. Obst und Gemüse sind meist zu wenig, um ausreichend zu sättigen, also stillen Sie ruhig Ihr Baby anfangs vorher, nach einiger Zeit dann nach dem Löffelmahlzeit noch oder bieten Sie die Flasche Milch an.
    3. Babys essen am ruhigsten, wenn sie nicht allzu hungrig sind. Wählen Sie also einen Zeitpunkt des Tages, wo Sie und das Baby gut vorbereitet die neue Mahlzeit angehen können.
    4. Beginnen Sie mit einem einzelnen Lebensmittel ohne Zusätze von Gewürzen, Zucker o. ä.
    5. Um leichter eine Unverträglichkeiten feststellen zu können, geben Sie höchstens eine neue Zutat alle 4-5 Tage. Bei auftretenden Problemen, einfach dieses Lebensmittel weglassen und Ihrem Kinderarzt mitteilen.
    6. Langsam die Menge steigern, damit sich das gesamte Verdauungssystem an die neuen Aufgaben gewöhnen kann.
    7. Nach und nach kann den Mahlzeiten auch Fleisch dazugegeben werden. Sowohl bei Menügläschen, als auch bei selbstgekochten Mahlzeiten einen Esslöffel hochwertiges Pflanzenöl (z.B. Mandel- oder Rapsöl) zugeben.
    8. Wichtig: Aufgrund der steigenden Keimbelastung sollten bereits erwärmte und nicht verzehrte Mengen nicht noch mal erwärmt und gefüttert werden!
    9. Führen Sie alle 2-4 Wochen eine neue Mahlzeit ein, wobei das Stillen nach Bedarf weiterhin zu empfehlen ist. Bei künstlicher Säuglingsnahrung können wie gewohnt bei der Pre- oder 1er-Nahrung bleiben und brauchen nicht zu wechseln.
    10. Wichtig ist, dass Sie dem Kind zu den Mahlzeiten immer etwas zu trinken anbieten, wie z. B. abgekochtes Leitungswasser, Rotbuschtee oder Babywasser. Nicht zu empfehlen sind Instanttee, Kräutertee, aromatisierten Früchtetee oder Tee mit Koffein/Tein. Am besten eignen sich einfache Plastikbecher oder ein Schnapsglas, eventuell auch einem Schnabelbecher. Auch wenn anfangs mehr daneben geht: Übung macht den Meister. Keine Sorge, wenn es nicht klappt, denn im ersten Lebensjahr kann der Flüssigkeitsbedarf auch über die Muttermilch gedeckt werden, sofern noch nach Bedarf gestillt wird. Stillkinder müssen deswegen nicht an die Flasche gewöhnt werden!

  1. Fünf Mahlzeiten und auch mal mehr sind für Kinder ideal. Babys essen lieber 5-6 kleine Portionen, die auch gesünder sind als drei große. Von diesen 5-6 sollten im Alter von 6-8 Monaten mindestens drei Milchmahlzeiten (Stillen, Flasche oder Milchbrei) sein, im Alter von 9-12 Monaten noch zwei.

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