Gesunde Ernährung für Kinder

Ernährung im Allgemeinen ist grundlegend für unsere Gesundheit und das Wohlbefinden. Essen und Trinken sind Grundbedürfnisse und sogar lebensnotwendig. Wesentlich ist, dass das Ernährungsverhalten in den ersten 10 Lebensjahren eines Menschen erlernt und gebildet wird und ein zentraler Bestandteil eines gesunden Lebensstils ist.

Einen nachhaltigen und vor allem nachteiligen Einfluss auf die Gesundheit im späteren Leben haben frühzeitig erworbene Ernährungsrisiken (wie z.B. Übergewicht). Somit sind die Ziele einer gesunden Ernährung für Kinder

  • Vermeidung von Mangelzuständen,
  • Sicherung von Wachstum und Entwicklung,
  • Prävention von ernährungsabhängigen Erkrankungen (wie Stoffwechselkrankheiten, Bluthochdruck, Herz-Kreislauferkrankungen) und
  • in sehr seltenen Fällen auch die Behandlung von Krankheiten (z.B. angeborene Stoffwechselerkrankungen wie die Phenylketonurie).

Der Trend zu einer gesunden Ernährung, nicht nur bei Kindern, ist nicht nur eine Modeerscheinung, sondern wissenschaftlich begründet und in der Praxis sehr einfach umsetzbar. So sollte man das Kind – sofern möglich – in den ersten 4-6 Monaten ausschließlich stillen, vom 6. bis zum 24. Lebensmonat langsam und sukzessiv andere Lebensmittel einführen und ab dem 2. Lebensjahr auf eine optimierte Mischkost achten.
Sollte das Stillen aus medizinischen Gründen nicht möglich sein, so kann auch Säuglingsmilch, bzw. Folgenahrung zurückgegriffen werden. Ab etwa dem 7. Monat muss der Energie- und Nähstoffbedarf, der durch alleiniges Stillen oder durch Säuglingsmilch nicht mehr gedeckt werden kann, durch Beikost ausgeglichen werden. Hierbei ist zu raten, dass industrielle Zutaten wie Salz, Nüsse und Zucker nur in sehr geringen Mengen, bzw. gar nicht vorhanden sind. Auch bei den Getränken ist darauf zu achten, dass der Nitratgehalt des Trinkwassers weniger als 50mg und der Natriumgehalt des “Stillen Wassers” weniger als 20mg pro Liter betragen.

Der Begriff „optimierte Mischkost“ und das dahinter liegende Konzept wurde vom Dortmunder Forschungsinstitut für Kinderernährung entwickelt. Der Fokus dieses Konzeptes liegt auf den aktuellen Empfehlungen zur Nährstoffzufuhr für Energie, Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate, Ballaststoffe, Mineralstoffe, Vitamine, Spurenelemente und Wasser/ Flüssigkeit. Weiters wird der Preis berücksichtigt, die heute üblicherweise verzehrten Lebensmittel, Essensvorlieben und -abneigungen, die sozial etablierten Ernährungsgewohnheiten (darunter versteht man die drei Hauptmahlzeiten – zwei Brotmahlzeiten und eine warme Mahlzeit sowie zwei Zwischenmahlzeiten – ein Pausenbrot und eine Nachmittagsmahlzeit), aber auch die Kenntnisse zur Prävention ernährungsabhängiger Erkrankungen (wie z.B. Karies, Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes mellitus Typ 2).

Man kann im Groben drei allgemeine Regeln für die Lebensmittelauswahl aufzählen:

  1. sparsam mit fettreichen Lebensmitteln,
  2. reichlich pflanzliche Lebensmittel und
  3. mäßig tierische Lebensmittel

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