HA-Nahrung

Babys mit potentiell erhöhtem Allergierisiko werden mit hypoallergener Babynahrung (auch HA-Nahrung genannt) gefüttert. Diese spezielle Babynahrung kann als Säuglingsanfangsnahrung gegeben werden, aber auch – wenn nicht mindestens vier Monate ausschließlich mit Muttermilch gestillt wird – als Folgenahrung ab dem zweiten Lebenshalbjahr gegeben werden.

Das Besondere an HA-Nahrung ist, dass das  Kuhmilcheiweiß, welches das Immunsystem nicht an seiner Struktur erkennt und somit als Fremdeiweiß eine allergische Reaktion auslösen kann, durch Hydrolyse in kleine Peptide gespalten wird, die vom Immunsystem des Säuglings nicht mehr als fremd erkannt werden. Von der Fütterung von HA-Nahrung abgeraten wird bei einer bereits bestehenden Kuhmilcheiweißallergie. Spezialnahrungen, die besonders stark gespaltene Hydrolysate oder eine Aminosäurenmischung enthalten, sind dafür besser geeignet.

Auch nach dem 6. Monat ist es für manche Babys sinnvoll, weiterhin HA-Nahrung zu füttern, vor Allem, wenn sie beim Füttern mit normaler Babynahrung oder Milchbrei leichte Reaktionen gezeigt haben. Das betrifft beispielsweise Hautkinder oder Bauchweh-Kinder.

Anzumerken ist, dass HA-Nahrung keine Therapienahrung ist, obwohl es bei leichterenoder unklaren Unverträglichkeiten vereinzelt funktioniert. In diesem Fall sollte unbedingt Rücksprache mit dem Kinderarzt oder Hautarzt gehalten werden.

Obwohl es in verschiedenen Praxen empfohlen gibt es nach heutigen Erkenntnissen keinen Grund, HA-Nahrung als reine Allergieprophylaxe im 2. Lebenshalbjahr weiter zu füttern.

 

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