Pre-Milch

Als Pre-Milch oder Anfangsmilch wird Babymilch bezeichnet, die ein Säugling in den ersten sechs Monaten statt oder zusätzlich zur Muttermilch erhalten kann. Da die Pre-Milch an der Muttermilch orientiert ist, ist in dieser Zeitspanne keine ergänzende Ernährung nicht notwendig.

Industriell gefertigte Pre-Milch aus Kuhmilch wird auch als Säuglingsmilchnahrung bezeichnet und entspricht weitgehend der Zusammensetzung der Muttermilch. Wenn ein Soja-Isolat der Ausgangsrohstoff ist, spricht man von Anfangsnahrung.

Merkmale für Anfangsmilch sind auf der Packung die Kennzeichen „Pre“ oder „1“. „Pre“- Milch ist sehr dünnflüssig und kann wie die Muttermilch nach Bedarf des Kindes gefüttert werden. Überschreitet die Trinkmenge des Babys jedoch 1 Liter täglich oder Sie haben das Gefühl, dass Ihr Baby nicht mehr satt wird, so können Sie auf die „1“-Milch umsteigen, da diese zusätzlich auch noch Stärke und Saccharose als Kohlenhydrat enthält, während die „Pre“-Milch nur Milchzucker (Laktose) enthält und somit auch für Säuglinge besser verträglich ist.

Der Zusatz HA auf der Packung bedeutet „hypoallergen“ und wird als Allergieprävention, auch Allergieprophylaxe genannt, gefüttert oder ist für Babys geeignet, die allergiegefährdet sind. Allergiegefährdet bedeutet, dass die Eltern des Babys Allergiker sind und der Säugling dadurch eine erhöhte erbliche Allergieneigung besitzt.

Babynahrung wird trotz häufig unpassender Bezeichnungen wie “künstliche Babynahrung”, künstliche Säuglingsmilch oder “künstlicher Muttermilchersatz” aus gut kontrollierten, natürlichen Rohstoffen hergestellt, unterliegt strengen Richtlinien und Kontrollen und wird in der Zusammensetzung der Muttermilch angepasst.

Seit geraumer Zeit gibt es auch Pre-Milch, die mit so genannten LCPs versetzt ist. Das sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die auch in der Muttermilch zu finden sind. Diese LCPs (englisch: Long Chained Polyunsaturated Fatty Acids) werden schon lange in der Versorgung von Frühchen eingesetzt und sind für die Entwicklung des Gehirns sehr wichtig.

Prebiotisch bedeutet, dass der Säuglingsnahrung bestimmt Kohlehydrate zugefügt werden, welche nicht die Darmwand passieren und dadurch als „Futter“ für Bifidusbakterien dienen. Durch Bifidusbakterien im Darm wird die Besiedlung durch andere „schlechte“ Bakterien verhindert und somit eine gute Darmflora gewährleistet. Aus diesem Grund haben gestillte Kinder durch eine ausreichende Zufuhr an LCPs durch die Muttermilch häufig auch eine bessere Darmflora als „Flaschenkinder“.

Muttermilch oder mit patentierten prebiotischen Ballaststoffen angereicherte Säuglingsnahrung hat folgende Vorteile:

  • 50 % Reduktion von schweren Infektionen (Atemwegserkrankungen und Magen-Darm-Infekte)
  • 50 % Reduktion von allergischen Hauterkrankungen (auch bei allergiegefährdeten Säuglingen)
  • Muttermilch ähnlicher, matschig weicher Stuhlgang —> löst auch bestehende Verstopfungen bei Säuglingen
  • stärkt insgesamt das Immunsystem von Säuglingen und Kleinkindern

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