Anzeichen für das Zahnen

Viele Eltern sind fest davon überzeugt, dass so mit etwa 4 Monaten, wenn das Baby anfängt zu „sabbern“ und sich ständig die Hand in den Mund steckt, die ersten Zähnchen kommen. Natürlich kann das möglicherweise das erste Anzeichen für das Zahnen sein, doch meist ist das ein Zeichen, dass das Baby bereit für die erste Löffelnahrung ist. Parallel dazu kommen dann auch meistens die ersten Zähnchen, doch leider geschieht das oft nicht so problemlos, wie man es sich als Elternteil erhofft.

Das bekommen der ersten Zähnchen ist zwar keine Krankheit, doch kostet es den kleinen Körper viel Kraft und Energie, sodass das Immunsystem des kleinen Geschöpfes geschwächt ist und daher auch ein größeres Risiko besteht, sich einen Infekt einzufangen. Zeichen für ein geschwächtes Immunsystem sind nicht selten erhöhte Temperatur oder eine geschwollene Mundschleimhaut. Auch eine verschnupfte Nase kann eine Nebenerscheinung sein. Falls sie jedoch das Gefühl haben, dass das Fieber zu hoch ist oder der Durchfall zu lange dauert oder sie gar einen Ausschlag bemerken, bitte gehen sie in diesen Fällen mit ihrem Baby zum Kinderarzt, da möglicherweise doch auch etwas Anderes wie z.B. eine Mittelohrentzündung an diesen Symptomen schuld sein kann.

Abgesehen von den „körperlichen“ Anzeichen sind viele Babys quengelig, haben häufig Verdauungsprobleme und schlafen schlecht (meist wachen sie in der Nacht schreiend auf und sind entweder nur mit der Brust oder dem Schnuller, Tee oder Milch wieder zu beruhigen). Oft sind sie reizbar, schlecht gelaunt, launisch und unruhig. Als Elternteil fühlt man sich in solchen Situationen oft hilflos, da man das Gefühl hat, man kann es dem/der Kleinen nicht Recht machen. Dieser Zustand dauert meist einige laaaange Nächte an und beruhigt sich erst, wenn der erste Zahn endlich zum Vorschein tritt.

Weitere Anzeichen für das Zahnen sind rote, heiße Wangen oder mangelnder Hunger. Auch ein wunder, roter Po und das Herumbeißen an allem, was ihnen in die Finger kommt, deuten auf die ersten Zähnchen hin. Ich habe meinen Kleinen öfters ein Stück geschälten Apfel zum Lutschen oder Herumkauen gegeben, was wahrscheinlich durch die Säure beruhigend gewirkt hat (bitte aber dabei das Kind niemals aus den Augen lassen!!!)

Weitere Hausmittelchen wie z. B. harte Brotrinde kann man geben, ist aber auf Dauer nicht zu empfehlen, da diese Stärke enthält. Ein kalter, feuchter Waschlappen zum Lutschen und darauf herumbeißen hat meist den gleichen Erfolg. Bernsteinketten (möglichst mit gleichmäßigen Perlen und nicht in Splitterform) erzielen ebenso eine Erleichterung während des Zahnens, sofern man diese auch regelmäßig (1x pro Monat) entladet und wieder aufladet (für eine Stunde in das Gefrierfach und dann eine Stunde in die Sonne legen). Ansonsten haben sie ihrem Kind lediglich ein schönes Schmuckstück gekauft….

Auch gibt es diverse Zahnungsgels, die rasche Abhilfe  und Linderung der Schmerzen bieten. Dabei bitte immer darauf achten, dass diese zuckerfrei sind. Für homöopathische Mittel gegen Zahnungsschmerzen am besten in der Apotheke nachfragen und sich beraten lassen.

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