Erste Zähne

Interessant zu wissen ist, dass sich schon während der 6. bis 8. Schwangerschaftswoche beim Embryo die ersten Keimanlagen für die Milchzähne bilden. Dadurch, dass für den Aufbau der Zähne benötigten Stoffe aus dem Organismus der Mutter kommen, ist eine richtige Ernährung während der Schwangerschaft nicht nur für die Mutter, sondern auch für eine gesunde Entwicklung der Zähne des Ungeborenen von großer Wichtigkeit.

Leider hört man viel zu selten, dass das Stillen für die Gebissentwicklung des Babys von großer Bedeutung ist, da Stillen das perfekte „Trainingsprogramm“ für die Entwicklung des Kieferknochens und der Kaumuskulatur ist (die Kiefer- und Mundmuskulatur wird ca. 60 Mal stärker beansprucht als beim Trinken aus der Flasche).

Die ersten Zähne können schon bei der Geburt da sein (meine Nichte wurde mit einem Zahn geboren!!), oder auch erst mit 12-13 Monaten kommen (was aber auch kein Grund zur Besorgnis darstellen soll). Im Durchschnitt kommen die ersten Zähne so um den 6. Lebensmonat, wobei die meisten Kinder zuerst die unteren Schneidezähne bekommen (auch da gibt es Ausnahmen, die wiederrum die Regel bestätigen ;-)….).

Insgesamt besteht ein vollständiges Milchgebiss jeweils im Ober- und Unterkiefer aus vier Schneidezähnen, zwei Eckzähnen und vier Backenzähnen, also 20 an der Zahl. Im Übrigen heißen die ersten Zähne deshalb „Milchzähne“, weil sie so schön weiß sind.

Die eigentliche Funktion der Milchzähne beteht darin, dass sie den Platz freihalten sollen für die späteren, bleibenden Zähne. Damit sich der Ober- und Unterkiefer gesund entwickeln können, füllen die ersten Zähne erst einmal die Räume aus. Mit etwa sechs Jahren beginnen die Milchzähne dann wieder auszufallen, um Platz für die bleibenden neuen Zähne (diesmal 32 an der Zahl) Platz zu machen.

Pflege der Milchzähne:

Man täuscht sich als Elternteil, wenn man denkt, dass die Pflege der Milchzähne „nicht sooooo wichtig“ ist. Um für die Zukunft dem Kind eine gute Zahnputzangewohnheit zu übermitteln, sollte man schon bei dem ersten Zahn mit seiner Pflege beginnen. Zu Beginn reicht es, wenn man eine feuchte Baumwollwindel nimmt und damit über die Vorder- und Rückseite der Zähnchen wischt. So um den ersten Geburtstag hin – sofern Zähnchen schon vorhanden sind – steigt man dann auf eine weiche Kinderzahnbürste.

Bei meinen Kleinen hat der Nachahmeffekt am Besten geholfen. Sobald ich oder mein Mann sich die Zähne geputzt haben und dabei in den Spiegel geschaut haben, wollten auch meine Kleinen unbedingt Zähne putzen und sich dabei im Spiegel beobachten. Mit der Zeit bekamen sie wirklich die Angewohnheit, sich vor dem Schlafengehen und nach dem Frühstück die Zähne zu putzen. Natürlich gibt es auch heute noch Tage, wo sie einfach nicht wollen und ich finde, dass man sie auch nicht zwingen sollte, aber mit ein bisschen Überredung und Erklärung klappt es dann meistens doch. Selbst wenn es einmal nicht Zähne putzen will kann in Ausnahmefällen das Ausspülen des Mundes mit normalem Wasser auch schon ausreichen, um den ärgsten Schmutz aus den Zähnen zu spülen. Natürlich sollte dies nicht zur Gewohnheit werden….

Man darf auch die Ernährung nicht außer Acht lassen, da Milchzähne sehr empfindlich auf Zucker reagieren….

One Response to Erste Zähne

  1. Petra says:

    Ich stimme zu. Es ist sehr wichtig, dass das Kind ab dem ersten Tag die Zähne pflegt. Außerdem ist es auch wichtig, Putztechnik zu lernen und am Zähneputzen Spaß zu haben, damit die Kinder besser und regelmäßiger die Zähne putzen wollen.

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