Plötzlicher Säuglingstod

Der plötzliche Säuglingstod, plötzliche Kindstod oder auch Krippentod genannt ist zweifelsohne das Schrecklichste, woran „frischgebackene“ Eltern in den Anfangsphasen ihres neuen Elternglücks denken, da es das unerwartete und nicht erklärliche Versterben des Babys oder des Kleinkindes bedeutet.

Die Wissenschaft vermutet, dass der Tod meistens in der Schlafenszeit des Babys auftritt, wobei das erste Lebensjahr des Babys als am kritischsten gilt (2-6% der Todesfälle ereignen sich auch nach dem ersten Geburtstag).

Der plötzliche Säuglingstod oder auch bekannt unter der englischen Abkürzung SIDS (Sudden Infant Death Syndrome) gilt in den Industrienationen sogar als häufigste Todesursache von Babys und Kleinkindern nach der Neugeborenenphase!

Das Tragische beim Auftreten eines plötzlichen Kindstodes ist die Tatsache, dass man weder aus der klinischen Vorgeschichte des Babys, noch anhand einer Autopsie oder einer gründlichen Untersuchung des Auffindungsortes oder durch das Ausschließen aller möglichen natürlichen und nicht-natürlichen Umstände (Infektionen, Blutungen, Unfälle, wie z. B. Ersticken oder Ertrinken….) keine Ursache für das Versterben findet (Ausschlussdiagnose).

Viele Eltern sind vielleicht der Meinung, dass es sich beim Plötzlichen Kindstod um eine Erscheinung der modernen Zeit handelt, doch das stimmt leider nicht. Schon seit über hundert Jahren suchen Wissenschaftler und Ärzte nach der Ursache. Eine mögliche Hypothese für den plötzlichen Kindstod könnte möglicherweise sein, dass bereits bei der Geburt eine Störung von lebenswichtigen Funktionen wie Atmung, Herzrhythmus, Nervensystem und Temperaturregulation vorliegt. In Verbindung mit anderen das Kind belastenden Faktoren kann es eventuell – meist – im Schlaf zum plötzlichen Kindstod kommen.

Man kann aber einige Risikofaktoren ausschließen und somit zumindest versuchen, sein Baby vor SIDS zu schützen: Unter Anderem sollte ein Schlafen in Bauchlage vermieden werden, da 30% aller verstorbenen Kinder mit dem Gesicht frontal auf der Unterlage aufliegend vorgefunden werden. Mir wurde immer gesagt, am Besten in Seitenlage das Baby schlafen legen, wobei ich meine Kinder dann auch noch „verkeilt“ habe, sprich mit einem kleinen Babystillkissen (sieht aus wie ein normales Stillkissen nur eben in Miniaturform) vom Rücken durch die Beine durch und bis vorne zum Bauch so in eine stabile Lage gebracht, sodass sie nicht auf den Bauch rollen konnten. Irgendwie hatte ich dann auch das Gefühl, dass sie besser schlafen, da sie einfach sicher und ohne sich anstrengen zu müssen in dieser Lage bleiben.

Weitere – meist ohnehin schon bekannte – Risikofaktoren sind das Rauchen in der Schwangerschaft, da es die Kohlenmonoxid-Konzentration im Mutterleib erhöht und dieses Gas einfach viel länger braucht, um ausgeschieden zu werden. Auch die Raum- und Körpertemperatur spielen eine Rolle. So ist es erwiesen, dass zweimal so viele Babys in Räumen sterben, die auch in der Nacht beheizt werden. Auch beim Zudecken des Babys sollte man vorsichtig sein. Es wird empfohlen, das Baby so ins Bettchen zu legen, dass die Füße am Bettende anstehen, sodass es während des Schlafes nicht unter die Decke rutschen kann mein Tipp: Schlafsack verwenden!!)

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