Kinder schlafen

Kinder schlafen nicht immer gleich gut, gleich lange, gleich durch oder gleich ein. Bezüglich Einschlafen können dann bei älteren Kindern schon diverse einfallsreiche Sätze kommen wie „Ich habe Kopfweh“, „Ich muss auf´s Klo“, „Kommt Maxi (der Hund) auch in den Himmel, wenn er tot ist?“, „Da beißt mich etwas in die Wange“ usw. Kinder können sehr ideenreich sein, wenn es darum geht, das Schlafengehen um auch nur ein paar Minuten zu verzögern. Wenn Kinder schlafen gehen sollen und ihnen sogar schon die Müdigkeit praktisch aus den Augen schaut und ihnen es trotzdem nicht gelingt, den ersehnten Schlaf zu finden, kann es eine Menge Gründe dafür geben. In solchen Situationen sind – wie so häufig – wir Eltern gefragt.

Manchmal liegen hinter solchen Einschlafschwierigkeiten konkrete Ängste und Sorgen, die ihr Kind beschäftigen. Angst vor der Dunkelheit, Probleme in der Schule, im Kindergarten oder in der Kinderkrippe, Gefahren, von denen sie hören oder einfach nur prägende Erlebnisse des Tages, die sie einfach noch nicht verarbeitet haben.

Auch können Phasen wie Zahnen, Krankheit oder eine Entwicklungsschub dazu führen, dass ein Kind, welches schon seit längerem eigentlich ohne Probleme durchschläft, plötzlich in der Nacht wieder mehr Zuwendung braucht. Das führt zwar die Eltern oft an den Rand der Verzweiflung, aber keine Angst, denn diese Phasen sind meist nicht von Dauer und schnell werden wieder aus den kleinen Quälgeistern jene friedlichen Geschöpfe, die ohne Probleme durchschlafen und uns Eltern glücklich machen.

Egal welches Alter (obwohl ich glaube, dass es ab etwa 8 Jahren dann nicht mehr nötig ist), aber Kinder schlafen gerne und leichter ein, wenn bestimmte Einschlafrituale eingeführt werden. Schon allein das langsame Vorbereiten auf das Schlafengehen, also Zähneputzen, waschen, Pyjama anziehen, kann schon oft Wunder wirken. Wenn man dann auch noch eine Gute-Nacht-Geschichte erzählt bekommt, oder der Papa einen lustigen Tanz aufführt oder Mama noch ein Gute-Nacht-Lied singt (und glauben sie mir, es ist unwichtig, ob sie singen können oder nicht!!), dann steht einem problemlosen Einschlafen meist nichts mehr im Wege.

Kinder lieben es, wenn sie sich auf etwas oder jemanden verlassen können. So auch, wenn sie das gleiche Einschlaflied hören, die gleiche Geschichte vorgelesen bekommen oder sich der Papa jeden Tag aufs Neue zum Clown macht. Sie lieben das Bekannte, Regelmäßige und immer Wiederkehrende. Also wundern sie sich bitte nicht, wenn ihr Kind jeden Abend dieselbe Geschichte, dasselbe Lieb oder denselben Tanz hören oder sehen will….

Es ist auch nicht nötig, gleich aufzuspringen, wenn ihr Kind in der Nacht plötzlich wach wird. Es lernt sehr schnell, selbst wieder in den Schlaf zurück zu finden. Schwierig wird es für die Eltern, wenn das Kind es gewöhnt ist, in den Schlaf geschaukelt oder getragen zu werden, da es dann auch in der Nacht, wenn es wach wird, dieses Ritual braucht, um wieder einzuschlafen.

 

 

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