Stillen und Ernährung

Es fasziniert mich jedes Mal aufs Neue, wenn ich darüber nachdenke, was ein Frauenkörper so alles kann. Zuerst sorgt er dafür, dass in der Schwangerschaft das Baby unter idealen Bedingungen heranwachsen kann. Und jetzt, wo das Baby auf der Welt ist, da hat er automatisch die perfekte Nahrung für das Kind bereit: Muttermilch. Und das Beste ist auch noch das, dass sich die Muttermilch den ständig ändernden Bedürfnissen des kleinen Geschöpfes anpasst, immer die richtige Temperatur hat, jederzeit „zur Hand“ ist und vor allem nichts kostet (sie werden sich wundern, wie schnell so eine Babynahrung ins Geld geht….).

Nun fragen sich viele „frische“ Mütter, ob sie denn alles essen dürfen, bzw. auf was sie bei ihrer Ernährung aufpassen sollten. Wichtig ist zu sagen, dass es kein Lebensmittel gibt, welches stillende Mütter von vornhinein meiden sollten, da eine ausgewogenen Ernährung auch jeglichen Vitamin- und Nährstoffbedarf des Babys abdeckt und somit auch sichert. Falls sie merken, dass ihr Baby auf bestimmte Lebensmittel empfindlich reagiert (meist durch einen roten Po oder eventuell Blähungen und Bauchkrämpfe), können sie diese immer noch von ihrem Speiseplan streichen.

Vorsicht geboten ist jedoch auf jeden Fall bei leicht verderblichen Lebensmitteln wie Muscheln oder rohem Fleisch oder auch bei Speisen, die rohes Ei enthalten, da bei diesen die Gefahr besteht, dass sie ernste Magen-Darm-Probleme bekommen und dann kann es nämlich auch mit dem Stillen schwierig werden – und das wäre schade.

Weiters ist es (leider) kein Ammenmärchen, dass Frauen, die stillen, mehr Kalorien brauchen (etwa 300 – 600 Kalorien mehr). Am besten ist, dass sie sich von ihrem eigenen Hungergefühl leiten lassen. Aufpassen sollten sie dabei jedoch beim Naschen, den Kuchen & Co liefern im Handumdrehen mehr Kalorien, als sie brauchen, die sie dann in erster Linie nicht so leicht wieder los werden und zweitens nicht die nötigen Nährstoffe für ihr Baby liefern.

Grundsätzlich kann man sagen, dass für eine stillende Mutter der gleiche Speiseplan gilt wie für jeden, der Wert auf eine abwechslungsreiche, vollwertige und ausgewogene Ernährung legt: mehrmals täglich sollten Sie möglichst frisches Gemüse und Obst essen, um so eine ausreichende Vitaminzufuhr zu sichern und verdauungsfördernde Ballaststoffe zu sich zu nehmen. Weiters sollten Sie bevorzugt auf Vollkornprodukte zurückgreifen, da diese abgesehen von den Ballaststoffen auch noch die nötigen Vitamine und Mineralstoffe liefern. Etwa dreimal pro Woche Fleisch und ein-zweimal Fisch sichern das nötige Eiweiß, Eisen und Jod, während Milch und Milchprodukte (da kann es ohne weiteres die fettarme Variante sein) den in der Stillzeit erhöhten Kalziumbedarf abdecken. Vorsicht geboten ist hingegen bei Fettfallen wie panierte und frittierte Lebensmittel, etliche Wurstarten, vollfette Käsesorten, Naschzeug usw.

Wichtig für eine gute und ausreichende Milchproduktion ist schließlich auch die Flüssigkeitszufuhr in der Stillzeit. Gut zwei Liter diverser Getränke (Kaffee jedoch in Maßen und Alkohol bitte vollkommen meiden, da die in diesen Getränken enthaltenen Wirkstoffe über die Muttermilch so auch zu ihrem Baby gelangen). Dazuzählen darf man aber auch Suppe.

 

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